Ausbildung im Betrieb

Die Ausbildung zum "Geprüfter Taucher/Geprüfte Taucherin" kann in jedem, durch die IHK anerkannten Taucherlehrbetrieb stattfinden. Sie suchen sich den Tauchlehrbetrieb und schließen mit diesem einen Fortbildungsvertrag (Muster liegt bei) ab. Ihre Frage, ob es sich hierbei um einen "guten" oder "schlechten" Betrieb handelt, können und wollen wir Ihnen nicht beantworten. Beachten Sie aber, dass es einen Verband Deutscher Taucherei und Bergungsbetriebe in Hamburg (siehe Wichtige Anschriften) gibt, dessen Mitglieder sich zur Einhaltung bestimmter Standards verpflichtet haben. Darüber hinaus ist der VDTB die einzige Institution in Deutschland, die jährlich Lohn- und Rahmentarifverträge für das Tauchergewerbe mit der Gewerkschaft ÖTV (VERDI) abschließt.

Bitte beachten Sie

  1. Bei der Prüfung zum "Geprüften Taucher" handelt es sich um eine "Fortbildungsprüfung". Trotzdem werden wir weiterhin den Begriff "Ausbildung" benutzen.
  2. Man kann sich in diesem Beruf nicht "Umschulen" lassen, da es sich hierbei nicht um eine "Ausbildung" im Sinne des Arbeitsförderungsgesetzes handelt (keine Förderung durch die Arbeitsämter).
  3. Jeder, der die Zulassungsvoraussetzungen (siehe Seite 7) erfüllt, kann sich zum "Geprüfter Taucher/Geprüfte Taucherin" ausbilden lassen.
  4. Jeder Taucherlehrbetrieb, der zur Prüfung hinführt, muss mindestens einen Tauchermeister, der für Ihre Ausbildung verantwortlich ist, fest eingestellt haben. Dazu müssen mindestens zwei staatl.gepr.Taucher fest angestellt sein, um einen Jungtaucher ausbilden zu können. Bei zwei Jungtauchern müssen dementsprechend mehr Taucher angestellt sein. Ausbildungsbetriebe müssen eine schriftliche Bestätigung der IHK zu Kiel darüber, dass sie ausbilden dürfen, vorlegen.
  5. Die Ausbildung dauert insgesamt zwei Jahre.
  6. Der Betrieb muss Sie bei seiner zuständigen Berufsgenossenschaft (siehe wichtige Anschriften) angemeldet haben.
  7. Der Betrieb beschäftigt Sie als "Jungtaucher" und zahlt Ihnen in dieser Zeit eine Vergütung. Die Höhe der Vergütung wird im Rahmen des Fortbildungsvertrages zwischen Ihnen und dem Betrieb geregelt.
  8. Sie müssen im Rahmen Ihrer Ausbildung im Betrieb eine sogenannte "betriebliche Fortbildung" mit mindestens 200 Taucherstunden, davon mindestens 20 Taucherstunden mit dem sonst im Betrieb in der Regel nicht verwendeten Gerät, absolvieren. Dabei sind folgende Fertigkeiten und Kenntnisse zu vermitteln:

    Taucharbeiten mit
    Schlauchversorgtem Tauchgerät
    Autonomen Tauchgerät

    Vermittlung von Kenntnissen in
    Tauchgerätekunde
    Arbeitsgerätekunde
    Wartungsinspektionskunde
    Seemannschaft

    Vermittlung von Fertigkeiten bei Unterwasserarbeiten in verschiedenen Tiefen
    Schweißen/Schneiden
    Betonieren
    Schalungsarbeiten
    Spülarbeiten
    Messen
    Video- und Fotoaufnahmen
    Ultraschallaufnahmen
    Hebearbeiten
    Montieren
    Suchen
    Abdichten
    Konservieren und Reinigen

    Arbeiten unter erschwerten Bedingungen
    Arbeiten bei Strömung
    "Schwarzem Wasser"
    Nachttauchen

    Durchführen von Notfallmaßnahmen
    Bergung eines verunfallten Tauchers
    Erstellung einer Rettungskette
    Sofortmaßnahmen am Unfallort
    Transport
     

  9. Bitte beachten Sie das Muster der "Bestätigung über Dauer und Inhalt der betrieblichen Fortbildung", auf dessen Rückseite alle Arbeiten bzw. Tätigkeiten aufgelistet sind, die Sie im Rahmen der betrieblichen Ausbildung durchgeführt haben müssen